Die KI-Tool-Lizenz ist da. Und jetzt? Lear­ning Labs bei VINCI Cons­truc­tion

4. November 2026 von Jakob Hasselgruber und Andrea Marx

Vier Wochen, kleine Grup­pen, echte Anwen­dungs­fälle: Bei VINCI Cons­truc­tion beglei­ten wir Führungs­kräfte und Mitar­bei­tende dabei, Copi­lot als einen selbst­ver­ständ­li­chen Bestand­teil in ihren Arbeits­all­tag zu inte­grie­ren. Ein Einblick in unsere LEAR­NING LABS, ein gemein­sa­mes Format von denk­mo­dell und Growing Minds.

Kund*innen wünschen sich von uns beim Thema „KI“ derzeit vor allem eines: dass sie in ihrem Arbeits­all­tag ankommt. Kein weite­rer Vortrag über Möglich­kei­ten, keine Folie mit dem Wort „Disrup­tion“. Sondern Kolleg*innen, die am Diens­tag­vor­mit­tag tatsäch­lich damit arbei­ten, und zwar souve­rän und effek­tiv.

So geht es auch VINCI Cons­truc­tion. Die Lizen­zen für Micro­soft 365 Copi­lot Premium sind da, einige Mitar­bei­tende nutzen sie schon seit Mona­ten. Gleich­zei­tig kennen wir das Muster aus vielen Orga­ni­sa­tio­nen: Man testet, ist halb beein­druckt, halb ernüch­tert, und dann kommt auch schon der nächste Termin dazwi­schen. Aus Inter­esse und guten Vorsät­zen wird so nur schwer eine routi­nierte Arbeits­weise.

Anja Köpp, Perso­nal­ent­wick­le­rin bei VINCI Cons­truc­tion, sagt dazu:

„Wir wünschen uns, dass Copi­lot bei uns nicht beim Auspro­bie­ren stehen bleibt, sondern ein sinn­voll einge­setz­ter, selbst­ver­ständ­li­cher Teil der tägli­chen Arbeit wird.“

Anja Köpp, Perso­nal­ent­wick­lung, VINCI Cons­truc­tion

Vier Wochen, bis zu acht Köpfe, jeweils ein echtes Projekt

Ein Lear­ning Lab ist eine Lern­gruppe von maxi­mal acht Kolleg*innen, die vier Wochen lang an ihrem eige­nen Copi­lot-Alltag arbei­ten. Nicht in einem klas­si­schen Trai­nings-Setting, sondern eher als dyna­misch-agile Werk­statt in mehre­ren Modu­len. Die Grup­pen sind möglichst Rollen-spezi­fisch zusam­men­ge­setzt, bei VINCI Cons­truc­tion etwa Bauleiter*innen, Controller*innen oder opera­tive Teams. So haben Alle ähnli­che Heraus­for­de­run­gen und können einan­der wirk­lich weiter­hel­fen. Bei VINCI Cons­truc­tion sind insge­samt gut 50 Kolleg*innen in sieben Grup­pen dabei.

Ablauf eines Learning Labs: vier wöchentliche Module von Check-in bis Check-out, dazwischen Lerntandems und Praxisphasen, darüber die Community im Teams-Team, danach ein Barcamp in Präsenz
So läuft ein Lear­ning Lab: vier Module, dazwi­schen Lern­tan­dems, darüber die Commu­nity.

Die Gruppe trifft sich vier­mal online in M365 Teams, im Wochen­ab­stand: zum Einstieg drei Stun­den, danach drei­mal zwei Stun­den. Das Wesent­li­che passiert dazwi­schen. Zum Check-in-Modul brin­gen alle einen konkre­ten Anwen­dungs­fall aus ihrem Arbeits­all­tag mit, den sie mit M365 Copi­lot lösen wollen, und arbei­ten jeweils daran. Diesem Ziel kommen sie Modul für Modul einige Schritte näher, indem sie Feed­back durch die ande­ren bekom­men. Die Teil­neh­men­den wählen dafür geeig­nete Lern­auf­ga­ben aus einem gemein­sa­men Plan­ner-Board und tauschen sich im Grup­pen­ka­nal zu ihren Fort­schrit­ten aus. Das kostet 1 bis 2 Stun­den pro Woche – ist aber gut inves­tierte Zeit, denn jede*r arbei­tet ja an echten eige­nen Projek­ten und Proble­men.

Von „funk­tio­niert irgend­wie“ zu „repro­du­zier­bar gut“

In den Modu­len schauen wir gemein­sam auf das, was in den Wochen dazwi­schen entstan­den ist: eigene Fort­schritte zeigen, verglei­chen, nach­fra­gen. In den Arbeits­pha­sen testen und verbes­sern die Teil­neh­men­den ihre Prompts und AI Agents, bis aus Zufalls­tref­fern Muster werden, die sich wieder­ver­wen­den lassen.

Jeder Anwen­dungs­fall wird dabei auf einer Know-How-Karte fest­ge­hal­ten, als Wissens­do­ku­men­ta­tion für sich und andere: Was war das Problem, wie bin ich vorge­gan­gen, was hat funk­tio­niert und was nicht? Die Karten werden struk­tu­riert im Share­Point abge­legt und stehen dann allen Kolleg*innen bei VINCI Cons­truc­tion zur Verfü­gung. Wer eine Karte liest, soll den Lösungs­weg nach­voll­zie­hen und für die eigene Arbeit nutzen können, ohne alles neu erfin­den zu müssen. So hat nicht nur jede*r Einzelne etwas vom Lear­ning Lab, sondern auch die gesamte Orga­ni­sa­tion „lernt“ dazu.

„Das Wissen soll im Haus weiter wach­sen, auch wenn die exter­nen Trainer*innen nicht mehr dabei sind.“

Anja Köpp, Perso­nal­ent­wick­lung, VINCI Cons­truc­tion

Eine Commu­nity, die bleibt

Neben den einzel­nen Grup­pen läuft ein großes M365 Teams-Team, in dem alle Lear­ning Labs zusam­men­kom­men: für Fragen, Ideen und Erfolgs­mel­dun­gen. Anfangs bespie­len wir es als Trainer*innen-Team aktiv, mit dem erklär­ten Ziel, uns irgend­wann über­flüs­sig zu machen. Im Anschluss an die Lear­ning Labs findet ein Barcamp in Präsenz an der inter­nen Academy in Berlin statt. Dort können Teil­neh­mende aller Grup­pen zusam­men kommen, um zu disku­tie­ren und sich auszu­tau­schen, und auch Kolleg*innen, die bisher nicht dabei waren, dürfen teil­neh­men und/oder Sessi­ons halten.

Unsere Über­zeu­gung dahin­ter ist simpel: KI wird erst dann zur Routine, wenn sich Lernen und Anwen­den abwech­seln, in klei­nen Grup­pen, nah am eige­nen Alltag und mit rele­van­tem Feed­back von Kolleg*innen. Ein einzel­ner Vortrag oder ein Fron­tal-Trai­ning kann das nicht leis­ten, auch wenn es noch so unter­halt­sam ist.

Sie haben M365-Copi­lot Lizen­zen im Haus und fragen sich, wie daraus gelebte Praxis wird? Dann lassen Sie uns darüber spre­chen. Wir erzäh­len Ihnen gern mehr über die Lear­ning Labs und über­le­gen mit Ihnen, was für Ihre Orga­ni­sa­tion passt.

Verein­ba­ren Sie ein persön­li­ches Gespräch mit uns!